Friday, 11. july 2008 5 11 /07 /Juli /2008 22:01

du liebste mein!

 

auch wenn nicht immer alles glatt geht, ich find dich gut!

ich hab jetzt ein türschild.

bin "Koordinator Corporate Design"

hab meine jacke heut früh zu haus gelassen

und

wird schon gehn

gedacht.

falsch gedacht.

 

ab nächste woche

geh ich früh in die anstalt

und nachmittags ins bureau

zu meinem mac

und meinem neuen roten stuhl.

     (die farbe machts

     daß man sich gern zur arbeit setzt)

die anstalt findets gut

und die kantine auch

mit schnitzel und spaghetti

trali trala
geh ich jetzt jeden tag
da hin 

grüß die frau anke, kopf hoch.

euch beiden.

das leben ist wie word

total

durcheinander

benutzerunfreundlich

schlecht organisiert

und von bekloppten programmiert

von nerds

mit dicken geklebten brillen
und pickel am po 

die pizza essen

und pornos gucken

und c++ sprechen

die sich nicht um den benutzer scheren

ihn auslachen

für das viele geld,

das er bezahlt hat

wo es doch jetzt open office

für umme gibt...

manchmal ists aber auch wie corel.

und heißt "spezial aufsteh-grund morgens"
und geht ganz anders 
als man denkt 

manchmal wie powerpoint

ein krudes zeug
nicht nachgedacht 
zu schnell gemacht 

wirr
und
doof 

oder wie windows

steter zerfall

ein geflicktes

narbendes

nässendes

schwärendes

hinkendes

nölendes

unter sich machendes

ächzendes

krummes

entstelltes

behindertes

lästiges

siechendes etwas

das dauernd einen doktor braucht,

der undichte stellen windelt

viren und keime abputzt

damit das aaaarme aaaaaarme kleine baby uns nicht krank wird....

und sich beschimpfen läßt

und wunde stellen einreibt

verbände wechselt

die servicepacks heißen

weils besser klingt
als
"geht nicht so richtig" 

und stumm

und wie blöde

dieses

sinnlose

niederträchtige

elende

ding

aushält

manchmal ist es so.

weil es grad so sein muß.

 

aber es ist niemals

NIEMALS

wie

die

telekom.

denn so ist nur die bahn.

und die post.

und die stadtverwaltung

und das arbeitsamt.

 

und das ist doch was, ein dönergroßer

warmer

klumpen

zuversicht.

in herzgegend

von Knaukemanauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Friday, 11. july 2008 5 11 /07 /Juli /2008 20:03
es ist heiß.

ich bastel an meinem php formular rum wie an einem zotigen schnitzel mit rosenkohl. ich will heim. ich möchte jetzt gern in mein kühles, an einem unterirdischen apfelschorlesee gelegenes büro, wo ich den ganzen tag nichts als die bläschen aufsteigen höre, das telefon mit einer leckeren haselnußpaste gefüllt ist, und deshalb nienie klingelt, aber lecker zu knabbern ist.
eigentlich ist es vielmehr so, dass ich verschiedene nummern wähle und statt gesprächen speisen aus dem telefon kommen, sushiröllchen z.b. direkt in meinen mund. und ich sage beim kauen dann nur so was wie "epwaf meh wafabi bibbe!".

und mein computer macht endlich wofür er erfunden wurde: er arbeitet für mich.
aquiriert kunden, lässt sich briefen, recherchiert, entwirft ...

(wobei ich an dieser stelle mittels eines drehknopfes zur eigenen erbauung die geschmacksrichtung der entwürfe von konservativ bis durchgeknallt beeinflussen kann. außerdem habe ich ein stichwort-eingabefenster, in das ich in den eßpausen mittels meinem eßtelefon per hotline schlagworte in den entwurfsprozeß hineinwerfe, wie z.b. stockschwul oder erich honecker, oder wenn mir danach ist, einfach  "ertiu43wt8u43", nur um zu sehen was passiert),

...reinzeichnet, präsentiert, kassiert, mahnt...
wenn ich keinen bock mehr habe, mach ich einfach den bildschirm aus.
eine raumfüllende weltraumplasmawand, vergleichbar mit einem nordlicht, nur dass man richtige filme damit gucken kann und zur steuerung echte mäuse benutzt, die niedlich gucken. und denen man ins ohr flüstert, was sie tun sollen. dann flitzen sie los und rösten z.b. eine cd, wobei cd in meinem büro eigentlich viel mehr ein curry dosa als eine compact disk ist und dvd für eine andere leckere speise steht, die so lecker ist, dass sie noch gar nicht erfunden wurde

... wenn mir so ist, wie grad eben, streck ich mich in meinem chefsessel aus extra verdichteten trockenwolken aus, einem einerseits gestaltlosen, aber andererseits auch strapazierfähigen material mit hervorragenden isolier-eigenschaften und atmungsaktivem gesamtvolumen, haptisch angenehm wie zwerghamster, blickdicht und mit dieser genialen aurasteuerung versehen, die das an sich formlose möbelstück passgenau um meinen körper hüllt und dabei jede bewegung analog meines energiekörpers mitmachen lässt. die materialfarbe passend zu meiner stimmung regelt und sogar in der lage ist, auf wunsch bestimmte bereiche hell zu erleuchten, wenn ich z.b. vor dem einschlafen noch etwas lesen möchte, ohne mich aus der kuschligen zwerghamsterhöhle raus in meinen hightech-weltreisestuhl zu begeben.

is aber eigentlich langweilig. ich bleib lieber hier, eß meine netto-brüh-nudeln und versuche fehlermeldungen wie 

Parse error
: parse error in /www/cd/druckbestellung.php on line 212
zu deuten. das ist doch klasse! viel besser! hohoho!!

line 212 ist die letzte zeile des skripts und da steht rein gar nichts..
von Knaukemanauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Friday, 4. july 2008 5 04 /07 /Juli /2008 13:27

mich holt langsam der gestrige tag ein. ich bewege mich in zeitlupe und habe irgendwie das gefühl, gerade mittelerde von saurons dunkler macht befreit zu haben und am rande eines berstenden vulkans vor mich hin zu verenden. war ja auch so in etwa... ich brauche zuneigung!!!! und du bist die in der sache zuständige zuneigerin. also zeig mal was du drauf hast.

 

zumal mich das gespräch mit dem schick ausstaffierten aalmenschen im aalhotel am marktplatz mental doch schwer gewürgt hat, der mir erst einen job und dann nach einigen mißverständnissen eine lebensversicherung aufschwätzen wollte (aber irgendwie find ich das auch lehhrreich, wenn man auf leute trifft, die so ihren platz gefunden haben und davon überzeugt sind, daß es im leben um nichts geht als das blanke geld. und die gewissheit, dass alles davon in sack und tüten ist und nichts aus versehen für die gegenwart ausgegeben wird... ist ein herrlicher kontrast zu meiner lektüre gestern. man muß das ja nicht nachmachen aber in der geschichte von herrn andreas altmann (34 tage...) stecken ein paar wunderbare wahrheiten drin, von denen dieser herr aal, der hart arbeitet und seine tage in todlangweiligen hotels mit nieten wie mir oder schlimmerem verbringt, nicht die geringste ahnung hat... man kann, wenn man das mal erlebt, seine eigene position gegenchecken und sehen wo man selbst steht... ich glaube, den herrn aal hat das treffen auf jeden fall mehr angekotzt als mich) klammer endlich zu.


hier bricht der text genauso schön ab wie dann das gespräch mit dem netten herren aus dem wachsfigurenkabinett abgebrochen ist. ich trinke mein mir spendiertes getränk aus, lasse mir vom lakaien mein gewand reichen und gehe weg.

 

draussen über dem wohngebiet kreisen drei greifvögel. wahrscheinlich über dem kadaver von einem, der ein tristes leben lang sich alles vom munde abgespart hat (mindestens 200 im monat...), um später so richtig fett in rente gehen zu können, dann aber heut  mit 50 von einem - sagen wir - umstürzenden tanklaster erfasst wurde, den einer ohne haftpflicht, durch bloßes überqueren einer straße aus der bahn warf.

 

vielleicht ergibt ja auch die zufällige komination der kürbiskernbrötchen vom  marktplatz mit dem (aus versehen falsch bestellten) vittel wasser und dem amalgam von meinem zahnarzt ein derart starkes halluzinogen, daß es mir in zehn minuten den kopf zu einer bunten blätterteigtasche, mit spaß und marmelade drin, verbäckt und dann ists eh aus, dann werd ich mich den rest meines lebens vor meinen händen fürchten und gar keine mehr zeit haben, mir so was wie eine zukunft auch nur vorzustellen...

 

ist alles nicht so einfach. Und es ist wieder mal freutag und ich freu mich drauf, dass die woche endlich vorbei ist.

und dann kommt da noch die schreckensmeldung von wikipedia: DIAMANDSCHILDKRÖTEN LEBEN GAR NICHT IN INDIEN, SONDERN IN AMERIKA!!!!!!

von Knaukemanauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Thursday, 3. july 2008 4 03 /07 /Juli /2008 16:41

na? was machst du so? gehts voran?
ich glaub, meine zahnschmerzen sind eher so was wie ne erkältung. mir tun die ohren weh, besonders links und vom ohr zum hals runter ists dick und klemmt beim kauen. das ging nach dem umzug los, vielleicht hab ich mir durch das fahren im offenen cabriolet eine erkältung zugezogen...

 

das schwitzen und sitzen im ventilatorstrom ist da auch nicht gerade gut. 

 

eigentlich nervt alles.

 

vor allem, daß ich dauernd buhcstaben vertausche. wie kommt das nur, das war doch früher nicht so, da hat man die tasten immer in der richtigen reihenfolge getroffen. heut ist das anders.
vorbei die zeit, in der man ALLES lesen konnte, was einer schrieb. vor allem nervt dass leerzeichen das sich imme rin das vorhergehende wort reinschummelt undich hab keine lust mehr, dauernd alles dreimal zu schreiben, bis das getippte wenigstens einigermaßen dem gedachten entspricht. ach scheiß.
 

oder sagt man jetzt scheiss? 

ich weiss nicht

schreib ich lieber -mist-

oder -blöd-

aber das sagt nicht annähernd was ich denke.
so zwängt die sprache mich in ein kleines kümmerliches mäntelchen, sms-deutsch, "gemama supamakt,ey."

nein, es ist nicht die sprache, es sind die leute, die letztendlich zu dumm oder zu borniert sind, einfach zu sprechen und zu schreiben.
klasse. ach nee, klaße. oder wie? wie ein pferd, das nicht mehr läuft,weil es dauernd über die bedeutung des laufens an sich und im allgemeinen nachdenken muss und mit sich hadert, ob es denn laufen dürfe, nur weil es laufen wollen wöllte oder könnte... so bekloppt ist kein pferd, das sind nur wir. 
 

denk ich manchmal. 

naja, aber eigentlich hab ich nur zahnschmerzen, die wiederum eher ohrenschmerzen sind, die sich in den hals ziehen. da kann man schon mal was über pferde schreiben um sich abzulenken.

 

dabei ist hier heut die hölle los. rasendes gebimmel aus dem apparat auf meinem tisch, hysterische menschen, weinend am anderen ende der leitung, weil sie nicht wissen, wo man das logo korrekt platziert.
einer hat mich sogar physisch heimgesucht und saß dann hier und stammelte was rum und breitete alte flyer vor mir aus und hat sich sogar noch bedankt, dass ich mir die zeit für sein dasein genommen habe.

dann gibt es erklärungsbedarf hier auf dem gang.  keiner weiß was,  alle sitzen nur da und stellen fragen in sich rein bis sie ganz ausgehöhlt sind,  nichtmal mehr das wissen, was sie vorher schon mal gewußt hatten. und trinken kaffee.

literweise schwarzen stinkenden giftigen absud aus verbrannten drecksbohnen und dafür sterben kleine kinder in nicaragua. dafür, dass wir hier jeden tag kaffe saufen können, gleich als ob wir ihn ihnen aus den verhungerten kleinen körpern pressen. und sitzen da - und in einem sonnigen land verrecken leute,  dass wir da sitzen in unserem dreckswetter und kaffee saufen können,  weil wir uns vor langer weile einreden, wir könnten ohne das zeug den tag nicht überleben.
ist so was von paradox das ganze. so was aber auch.

und mein rücken tut mir weh. das auch. die schulter nicht mehr so, aber der rücken. ich bin dafür, dass wir alle geschlossen abtreten und platz machen für, sagen wir, die pferde. momentan kann ich mir zwar nicht anders vorstellen, als dass auch die pferde dann irgendwann in geschmacklos eingerichteten koben hocken, stinkende aufputschmittel saufen, die von elendig krepierenden schafen, möglichst weit weg,  hergestellt werden und sich fragen, ob man denn laufen dürfe, wenn man wöllte oder wollenkönnen sollte...

wahrscheinlich gäbe es genau an meiner statt ein pferd, welches sich der form des ganzen annimmt und allen ein zentrales laufmuster, ein leitmotiv, aufschwatzen muss, das es selbst und alle anderen insgeheim total bescheuert finden. und kaffee säuft, der aus kleinengebratenen katzenkindern gepresst wird und sich fragt, wie man nur ohne diesen kaffee einen tag wenigstens schief sitzend überstehen kann (von aufrecht stehen ist schon lange keine rede mehr ) und wie einen dieser tag einen tag näher an den urlaub bringt, in dem man die früchte dieser schandtat ernten kann, ...dieses morgens aufstehen, ein riesiges "3-2-1 meins" grinsen aufsetzen und sich in einer trostlosen zwangssituation für etwas einsetzen, das der empfindsame teil des hirns völlig bescheuert findet, bis er bis auf den stumpf abgeschliffen ist. und in der gemeinschaft zu verblöden und sich freuen, dass man in der gemeinschaft das nicht so merkt, wenn alle gleich mitziehen und wenn alle sich gegenseitig immer sagen, dass man ohne kaffee doch frühs gar nicht aus dem bett kommt. wieder einen tag verschleudert.
und wie man eigentlich das alles gar nicht mehr aushalten kann und vielleicht doch besser geschlossen alle zusammenabtreten sollten, um den katzen platz zu machen.

 

den katzen. die säcke...

 

die haben spitze krallen und brauchen deshalb, im gegensatz zu den pferden, nur ganz kleine tastaturen.

von Knaukemanauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Friday, 20. june 2008 5 20 /06 /Juni /2008 20:28
tanja schrieb:
am montag, übrigens, haben wir im jaipur ein ladakh-reise-treffen mit allen teilnehmern, damit wir uns vor abflug 
nochmal bequatschen können. danach kannst du ja wieder abeiten gehen.
und wie wärs wenn du nur ingrids monstera mit ins neue büro nimmst...und den krüppel im alten lässt ?

maaaann! muß das immer gleich so kostspielig sein, kann man sich nicht auf nen tee am teeladen treffen oder so? sogar quatschen ist teuer geworden...

die lehrlinge haben heut früh gelacht, als ich amazon gesagt hab. da sagt man jetzt wohl ämäisn oder so. wenn die wüßten, daß ich zu meinem bike noch immer fahrrad sage und sogar cds manchmal schallplatten nenne, die würden sich nicht mehr einkriegen... 

die guten alten worte.. schwinden dahin wie die pandabären. 
da fällt mir ein: heut ist ja freitag!!! das heißt zumindest theoretisch, daß die woche vorbei ist, daß lenz und trallala kommen, daß man sich umkippen läßt und vergnügt mit armen und beinen wedelt, daß man nicht ins bett muß und trotzdem ausschlafen kann, daß man niemand willfahren muß als dem inneren schweinehund allein, daß man in seiner eigenen sprache reden kann ohne ausgelacht zu werden und daß man über die arbeit triumphieren kann und sagen
OHNE MICH
aber eben nur theoretisch. praktisch muß man wahrscheinlich alleinerziehend zwanzig kinder und krebs haben, damit einem mal zwei freie tage gegönnt werden. oder wenigstens mal eine tasse kaffee zwischendurch. im stehen, damit man nicht immerzu sitzen muss. und dann bekommt man auch vorgeschrieben wieviel zimmerpflanzen man haben darf. nein, zwei ist zuviel. eine darfst du haben. wo kommen wir denn hin, wenn jeder so viele zimmerpflanzen haben darf, wie er möchte? da können wir ja gleich die anarchie ausrufen und alle nackig rumlaufen... 
ingrids monstermonstera BLEIBT ZU HAUS. ich werd sie lieben und hegen und vielleicht frisst sie dich ja irgendwann auf äh ich meine vielleicht liebst du sie ja irgendwann auch. hihi. versprecher.
eigentlich will ich nirgendwohin, nicht nach jaipur, nicht nach ladakh und sonstwo hin. ich will lieber ein bißchen wochenende haben, im schatten meiner monstermonstera sitzen und daran feilen, ein zu hause zu haben und ein leben, das sogar noch ein bißchen zeit übrig läßt, um auch mal dort zu sein...

jaa, blog das ruhig! 
von Knaukemanauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Thursday, 19. june 2008 4 19 /06 /Juni /2008 12:13

mir gehts heut grauenerregend. ich bekomme meinen körper kaum vom boden weg, mein kopf ist fest mit der tischplatte verschweißt (verschwitzt??) und meine arme baumeln nach unten. das ist besonders wenn man eine präsentation halten muss, etwas von nachteil, weil der gesamteindruck für das publikum dann eher ein bisschen zurückhaltend ausfällt.

 

ich glaube, ich muß sterben. das habe ich dann auch dem chef gesagt, als er geduldig, wie er nun mal ist, eine halbe stunde neben meinem tisch gestanden hat, um auf die antwort auf die frage zu warten, die ich schon vergessen hatte, noch ehe er zu tür reinkam. blöderweise ist mein kopf mit dem gesicht richtung wand auf den tisch gefallen und ich kann jetzt nicht so gut beurteilen, wie er reagiert hat. ich vermute, dass er schon nicht mehr im zimmer ist.
 

vielleicht hat es ihn auch nie gegeben und ich bin eigentlich ein schiff, das führerlos im weltraum treibt. ehrlich gesagt wäre mir diese daseinsoption am liebsten, denn da bräuchte ich nichts weiter tun als bei gelegenheit zu zerschellen.

ich meine mich zu erinnern, dass mein chef durch die düsternis der jahrmillionen hindurch auch so was in der art zu mir gesagt hat.

oder vielleicht auch "geh nach hause".

 

wenigstens baumeln meine arme genau richtung erdmittelpunkt. das ist was, da hat man was von.

 

wenn nur dieser tisch nicht wär, dieses gnadenlose stück möbel, das mir den weg versperrt.. wenn er nich wär und nicht der fußboden und nicht frau müller und ihr fußboden und nicht der hausmeister und nicht der stuhl, auf dem er sein nickerchen macht, und nicht der fußboden und nicht das fundament und nicht die stadtwerke und nicht all diese erde, steine, felsen, diese verdammten tektonischen platten, die so lahm sind, daß man landkarten für tausend jahre im voraus drucken könnte, wenn die politiker sich denn einig wären, wie man sie ausmalt, dann... JA DANN!

von knauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Wednesday, 18. june 2008 3 18 /06 /Juni /2008 12:24

es müßte schlaftabletten geben, in denen schlaf drin ist. wie vitamine in vitamintabletten bei vitaminmangel. man nimmt einfach eine pille und das ganze theater wird hirnintern (-sieht fast wie hintern aus) geregelt. 
 

wenn man mal richtig ausschlafen will, nimmt man 2 und vor dem winter läßt man sich ein depot spritzen. das wär doch mal was, oder? aber da kommen sie nicht drauf, die feinen herren .. äh, die na... die dings, die feinen herren eben. die, du weißt schon, die immer alles ... die verantwortlich dafür sind, dass ich grad nicht drauf komme, weil sie eben nicht drauf kommen.
 

aber nein, es gibt schlaftabletten, die machen nicht das man weniger schlaf braucht, sondern die machen dich müde. so ein quatsch. da sieht man mal, wo hier der haken ist , an dem die kiste sich aufhängen wird.
schlaftabletten, von denen man müde wird... als ob ich nicht schon müde genug bin.
... ich will heut nicht fotografieren gehn müssen, ich will aussschlafen.

ich geh jetzt heim. könn mich alle mal mit ihrem dings, dem ... na, dem, ach egal

von knauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Friday, 13. june 2008 5 13 /06 /Juni /2008 11:47

ich werd heut nicht wach...
muß nur noch warten, bis die zeit hier um ist...

na nanananaaaaa... düdelüüüüü... düdüüüü...

 

hm. brötchen hab ich schon gegessen. was könnt ich denn mal noch machen? fenster rausgucken! der rasen gegenüber wird gemäht. stunning! exciting! marvelous! ich geb offen zu, daß ich eigentlich nicht weiß, was die worte im einzelnen bedeuten, ob es sie überhaupt gibt, aber bis zu dem dicken wörterbuch auf dem schrank sind es schätzungsweise 1,5 m luftlinie, den rückweg zum tisch noch gar nicht mitgerechnet.

in der zwischenzeit sind die beiden rasenpfleger ins gebüsch entwischt und ich sitze wieder auf dem trockenen, so rein gehirnmäßig.
 

hm. die bilder an der wand gegenüber kenn ich schon, die sind scheiße. hängen noch da von der vorgängerin. außer dem kalender, den hat mir bernd  geschenkt. ein kalender mit fotos von collagen aus beton... whow! whooow! 
 

um 12 muß ich herrn wanke anrufen. das steht hier auf dem zettel, der hier am bildschirm hängt und es bitter ernst meint. schade daß ich mich nicht mehr erinnern kann, weswegen ich herrn wanke anrufen sollte. hmmm.

ist ja noch ein bisschen zeit bis dahin.
 

bei amazon bestellen mag ich jetzt nicht. hab schon genug sachen. und sonst? wikipedia lesen? über das tragische ableben von fips dem großen oder was. nöööö.
 

erst mal kaffee. ein giftgebräu aus einer anderen, vollkommen unbarmherzigen welt. und heut ist die milch alle. naja. man klappt das getränk in sich hinein und richtet seine aufmerksamkeit derweil auf körperteile, die außerhalb des unmittelbaren wirkungskreises bzw. oberhalb des getränkespiegels liegen. die ohren zum beispiel. über den flur verhallt geschäftiges treiben, zum glück weit genug weg, so dass man im kopf aus der gemessenen distanz zwischen ich und arbeit ein sicheres bollwerk zwischen es und über-ich errichten kann, das zumindest diesen tag lang unbeschadet übersteht. und dann hat man eben kaffee getrunken. soziale opfergabe, schüchterner exzess im grauen beamtenalltag... und der körper schwallt sogleich seinen protest die speiseröhre herauf, bäumt sich auf, begehrt auf mit einem langanhaltenden klagenden und in säure verfaßten

"WHY???"

und ich denke

hmmm....

 

daklingeltdastelefonundallesgehtganzschnellundplötzlichistesschonfastmittag.

von knauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (2)ansehen
Wednesday, 11. june 2008 3 11 /06 /Juni /2008 10:22

 

 

tanja schrieb:

bitte deine steuertante mal anrufen, sie hat fragen...


sie mag das nicht, wenn man steuertante zu ihr sagt!

ich soll einen nutzungsvertrag zum auto machen, in dem steht, daß ich das auto kostenlos nutzen kann und für benzin meiner fahrten und gelegentlich für reperaturen aufkomme. so is die. ich könnte das benzin doch auch einfach so für mein geschäft kaufen, zur verbrennung meiner steuerunterlagen z.b.??
 

ich frag mich, wie man die einbauküche als geschäftsausgabe durchkriegt, wenn ich nicht mal 10 euro tankquittung ohne vertrag einreichen kann... hab ich das falsche geschäft? sollte ich arzt sein? doktor der gestaltung? 

Dr. psd. ai. indd. pdf. tif. jpg. eps. Knauke Manauke

Facharzt für Visuelle Karzinome

 

Alle Kassen!

Keine Hausbesuche!

Termine nur nach Absprache!

Fipse müssen draußen bleiben!

 

Die leute hätte respekt vor mir in meinem weißen kittel und weil ich mit einem, sagen wir typometer rumfuchtel, dem typoskop, und liederlich schreibe und unverständliches zeug rede, wie "Schwester Anke, hier müssen wir mit der Gradationskurve arbeiten. Bitte bereiten Sie im Operationssaal alles für Apfel-M vor. Danach nehmen wir eine Verlaufsüberlagerung mit C12 M22 Y33 K10 vor und verrechnen diese im Luminanz-Modus. Dann platzieren wir den Patienten im Illustrator fangen schon mal mit der Typographischen Ausgestaltung an. Wir nehmen die Transformation an der offenen Datei vor, ich hoffe wir haben diesmal Glück mit den Farben. Dann gehts in die Druckvorstufe, bitte schreiben Sie schon mal die Überweisung an Dr. Printportal. Und dann bringen Sie bitte diesen Fips nach draußen, was macht der denn schon wieder hier?"

 

ja, das würde sie beeindrucken. und sie würden endlich ihre gestaltung als problem erkennen, welches nur ich lösen kann. ich wär der halbgott in weiß und wer gut zahlt, kann mir sogar seine privaten probleme erzählen oder urlaubsfotos zeigen (das sind dann aber nur die royal-patienten) und ich  könnte jeden mist als geschäftsausgabe in die steuer geben. ich würde sogar diese mail als fortbildung anrechnen können und von all dem mails, die ich schreibe könnte ich eine eigentumswohnung kaufen, die ich dann wiederum als geschäftsausgabe angebe, denn ich bin ja wichtig genug, daß jeder einsehen muß, daß jeder aspekt meines lebens, jede faser meines daseins nur für das geschäft pulsiert, daß ich ein hochwertiges mitglied der gesellschaft bin, das mit teuren worten um sich wirft und deshalb unverzichtbar ist...
 

da muß ich hin.

 

 

 

von knauke - veröffentlicht in: Briefe an Freundin
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Über diesen Blog

so ist das hier:

Dieser Blog ist nicht etwa ein literarisches Machwerk, Fiktion und Tralala oder Hobbyschreibspaß. Meine Freundin, die auf den überaus lustigen Namen Tanja Pinkel manchmal hört, bloggt hier immer Mails, die ich ihr von Arbeit schreibe, wenn es mir dort nicht so gut geht. Alles ist echt und nichts erfunden. Auch wenn ich nicht genau weiß, was "bloggen" eigentlich ganz konkret sein soll, freiwillige Offenbarung, communes Händchenhalten, die Gazette der Herzen, der Rahm der Sauertöpfe... egal.

Die Tanja macht eben ihr Ding. Ich geh einfach nur zur Arbeit.

 
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum